Der Kabinett ist tot – lang lebe der Kabinett!

Franken Vor Ort

„Der Kabinett ist tot – lang lebe der Kabinett!" hieß es bei Vinissima in Würzburg. Im Weingut Reiss veranstaltete die Regionalgruppe Franken einen Verkostungsworkshop mit Ralf Schwarz, dem Leiter der Fachberatung für Kellerwirtschaft (Bezirk Unterfranken). 

Zum Einstieg nahm uns Fachberater Ralf Schwarz mit auf eine Reise durch die Geschichte des Kabinettweins. Ursprünglich besonderen Weinen vorbehalten, wurde der Kabinett im Weingesetz von 1971 nur noch an den Oechslegraden festgemacht und verlor so sein ursprüngliches Profil. Was war früher und was ist heute für die „Kabi“-Stilistik charakteristisch? Warum erfreuen sich Kabinettweine international einer gewissen Beliebtheit? Ist er eine Nische, ein Imagewein oder vielleicht sogar ein Zukunftsmodell? Wir diskutierten intensiv über die Perspektiven dieser Weißweinstilistik. 

Für die anschließende Verkostung hatte Ralf Schwarz 14 Kabinettweine renommierter Weingüter aus den Weinbauregionen Mosel, Nahe, Pfalz, Rheinhessen, Rheingau und Franken mitgebracht. Die Preisspanne lag zwischen 15 und 35 Euro.

„Die Palette der verkosteten Weine war ausgesprochen vielfältig. Für mich persönlich sind die „Kabis“ durchaus zeitgemäß. Es war ein informativer, lehrreicher und zugleich sehr kurzweiliger Workshop“, sagte Frankens Regionalsprecherin Dr. Gabriele Brendel und bedankte sich bei Referent Ralf Schwarz mit einem hochklassigen Weinpräsent.

Ein besonderes Dankeschön ging auch an Vinissima Martina Reiss und ihren Mann Christian, in deren Weingut der Workshop stattfand. Sie stellten nicht nur die Räumlichkeiten bereit, sondern servierten zudem perfekt auf die Weine abgestimmte Brotaufstriche. Außerdem wurden wir mit einem erfrischenden Begrüßungssekt empfangen und mit einem grandiosen Abschlussriesling des Weinguts Reiss verwöhnt.   

Text: Gabriele Brendel
Fotos: Gabriele Brendel 

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