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Auslandsexkursion: Piemont

Auslandsexkursion: Piemont


Vinissima –Piemont 2013 – Reisebericht  


Herzlichen Dank an Alle die unsere Piemont Auslandsexkursion zu einem Erlebnis machten!


Fotografinnen: Dagmar Rückrich-Menger, Hildegard Spill, Susanne Rettenmeier, Corinna Schilling
Reisebericht:  Katja Schweder, Corinna Schilling, Ines Fehrmann, Nadja Essig, Petra Tröndle, Marina Becker, Susanne Rettenmeier

Sonntag, 5. Mai 2013

Katja Schweder:
Es ist dunkel, kühl und kurz vor 5 Uhr am Busbahnhof in Karlsruhe. Während die ersten Vinissimas den Reisebus betreten, klingelt bei den Südbadener Weinfrauen der Wecker, da ihre Abfahrt erst gegen 7 Uhr am Parkplatz Fallerhof in Bad Krozingen und dann am Dreiländereck Binzen startet.
Alle haben das gleiche Ziel. Weinreise in die Barolo und Barbaresco Metropole Piemont zu Besuch bei unseren „Le Donne del Vino“.Mit 32 Vinissimas brachen wir dann Richtung Süden auf. Unser erster Stopp war am Schweizer Rasthof. Die „Stiefvater“ Bustüren öffneten sich und die grellen Sonnenstrahlen kitzeln die müden Augen wach. Jedoch kamen unsere Lebensgeister erst mit Evis herrlichen Winzersekt zurück und nach und nach registrierten wir, mit wem wir die kommenden Tage gemeinsam unterwegs sind.
Diese Pause lud dazu ein, dass die Kommunikation im Bus erst richtig in Gang kam und die Vorfreude auf ein paar „Weinfreudige Tage“, das Schlafdefizit vergessen ließ.

Pünktlich um 13 Uhr trafen wir dann im Aostatal bei der schwangeren Eleonore im Weingut Les Crêtes ein. Beeindruckt von den zerklüfteten Bergen und dem rauen Klima ging es erst mal durch die Weinberge auf ihren „Côteau la Tour“ hinaus. Wir bekamen geduldig jede „Vinissima Frage“ über Flora und Fauna wie auch Geschichte und Gerüchte erklärt. Nach einer Stunde an der frischen Weinbergsluft ging es  zurück ins Weingut und unser Wissenshunger wurde mit hervorragenden Weinen und leckeren Käse & Salami (Mit ihren Worten hieß es: SalsicciaSuino, Mocetta, Toma, FontinaCheese und SpekBeriolin) gestillt. Eleonore erzählte uns, wie ihre Familie auf 25 Hektar zwischen 600 und 1000 m Höhe arbeitet und das „Mountain terroir“ in ihren Weinen (Petit Arvine, Petit Rouge, Fumin, Pinot Noir,…) heraus kitzelt.  
Mit leichter Verzögerung aber glücklichen Vinissimas verließen wir Aymavilles und fuhren Richtung Costigliole d’Asti weiter. Die direkte Ankunft an unserem Hotel wäre beinahe durch unseren Busfahrer fehlgeschlagen aber letztendlich hielten ihn doch kein Berg und keine steile Kurve auf und vor dem Haupteingang durften wir aussteigen.
Überraschend organisiert waren die Zimmerschlüssel ruck zuck verteilt und alle verschwanden auf ihre Gemächer. Susanne Bürkle trifft aus der Toscana kommend zu unserer Runde und so sind wir nun 33 Vinissima.
Pünktlich brachen wir zu unserem verabredeten Spaziergang zum Abendessen in die Enoteca Caffè Roma auf. Der Hunger und die Neugierde ließ keine zu spät in der Eingangshalle erscheinen.
Da unser Hotel etwas außerhalb des Städtchens lag, ging es mit Regenschirm bepackt durch eine herrlich grüne Wald-, Wiesen- und Weinbergshügellandschaft hinauf nach Costigliole d´Asti. Die historische Partnerstadt von Weinsberg liegt zwischen Langhe und Monferrato und zeigt bei schönem Wetter das majestätische Panorama der Alpen. Leider wurde uns der Blick erst mal versagt. Unser 4 Gänge-Menu bestehend vitello tonnato, insalata russa, tajarin al ragu di salsiccia, arrosto con verdure und  bunet, ließ das Regenwetter, die lange Busfahrt und unsere kurze Nacht schnell vergessen.
Es war köstlich!
Glücklich und zufrieden trotteten wir selig an den Haselsträuchern, Akazienbäumen und Gemüsegärten zum Hotel zurück und freuten uns auf den kommenden Tag.

Montag, 6. Mai 2013

Corinna Schilling:
8.15 Uhr Abfahrt vom Hotel bei Regen und Nebel
9 bis 11 Uhr Stadtführung in Alba,
Alba liegt im Herzen des Piemonts, am rechten Ufer des Tanaro und gehört zu der Provinz Cuneo.
Die Stadt wurde 89 v. Christus gegründet und beherbergt ca. 31 000 Einwohner. Alba ist bekannt für Trüffel. Es findet jedes Jahr die Internationale Trüffelmesse statt, die erste war bereits 1929.
Treffpunkt zur Stadtführung war am Parkplatz hinter der Firma Ferrero - es lag ein Schokoladenduft über der Stadt, was uns zum Schwärmen animierte, Rocher, Nutella, Küsschen…wir wären perfekte „Werbedamen“. Ferrero  wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und ist der drittgrößte Süßwarenproduzent der Welt, somit ein wichtiger Arbeitgeber der Region.
Unsere Stadtführerin Silvia zeigte uns die wichtigsten Punkte der Stadt, den Palazzo Comunale, die Cathedrale di San Lorenzo, die Chiesa di San Giovanni und den Piazza E. Pertinace mit der Büste des einzigen Kaisers, der aus dem Piemont stammte. Dieser war nur drei Monate an der Regierung, bis er ermordet wurde.
Nach der Stadtführung hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung, die zum Großteil zu kulinarischen Entdeckungen genutzt wurde.
WENN ENGEL REISEN SCHEINT DIE SONNE
13 Uhr Grappe Marolo
Am Stadtrand von Alba liegt die Grappa Distilleria Marolo. Sie wurde in den 70er Jahren gegründet und ist eine von 142 im Lande, wobei  100 davon 80% der Grappe produzieren und nur 42 kleinere, die die restlichen 20% destillieren, zu denen auch Marolo gehört.
Wir durften erfahren, dass nur im Herbst aus frischen Trestern gebrannt wird, damit das fruchtige reine Aroma erhalten bleibt. Es werden hauptsächlich die einheimischen Rebsorten gebrannt, zum Beispiel Moscato, Nebbiolo, Barbera, Dolcetto und Arneis, aber auch Vermentino oder Verdicchio. Die Grappe werden im Alambique-Verfahren gebrannt, mit einem doppelwandigen Kessel, der wie ein Wasserbad funktioniert, das Anbrennen des Tresters verhindert und die Aromen schont.
Die Lagerung findet teilweise in Akazien- und Eichenfässern statt, dies verleiht den Bränden das spezifische Aroma und die Farbe. Wir verkosteten diverse Grappe, von Moscato d`Asti, Barbaresco mit und ohne Holz, Barolo und einen Likör, basierend auf Grappa, Honig und Kamille, der sehr intensiv war und als Trendgetränk „Milla“ mit Minze und Eis serviert wird.
15.30 Uhr bis ca. 18 Uhr Tenute di Marchesi di Grésy – La Martinenga, Barbaresco
Nach einem kleinen Fußmarsch zu Marchesi di Grésy – zu erwähnen, dass unser lieber Busfahrer zu unserer Belustigung die ganze Strecke rückwärts gefahren war – erreichten wir die Monopollage Martinenga inmitten des Barbarescogebietes.
Die DOCG Barbaresco liegt nordöstlich von Alba und umfasst ca. 500 ha Rebflächen mit den vier Gemeinden Neive, Barbaresco, Treiso und San Rocca.
Zu Marchesi di Grésy gehören noch weitere Weingüter wie Monte Aribaldo, La Serra und Monte Colombo mit insgesamt ca. 45 ha. Alberto di Grésy ist der Eigentümer dieser Anwesen, seit 1984 werden die Trauben selbst vinifiziert. Im Anbau sind die einheimischen Rebsorten Nebbiolo für Barbareso, Barbera, Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Sauvignon Blanc, sowie Dolcetto auf Monte Aribaldo, Moscato d ´Asti, und Merlot auf La Serra und Monte Colombo verteilt. Guilia führte uns durch den modernen Betrieb. Die Vergärung findet in Stahltanks statt, die weitere Lagerung in traditionellen „Botti“ (25hl) aus slawonischer Eiche und in Barriques aus Allier. Sie führte uns durch die Dégustation.  Wir verkosteten LangheChardonnay, NebbioloMartinenga, die Cuvée Virtus aus 60% Barbera und 40% Cabernet Sauvignon, Barbaresco Martinenga, Barbaresco Camp Gros und Barbaresco Gaiun.
Dies war ein toller Einblick in die Welt des Barbaresco. Zum Abschluss durften wir auf der Terrasse noch ein Gläschen Moscato d´Asti genießen – hier hätten wir ewig verweilen können. Mit etwas Verspätung fuhren wir um 19 Uhr los zum Abendessen ins Caffé Roma in Costigliole d´Asti.
Der zweite Tag ging zu Ende mit traditionellen piemontesischen Gerichten, Wurst- und Schinkenspezialitäten, Gemüseflan, Safranrisotto, Roulade mit Bratkartoffeln und einem Obstsalat zum Dessert. Dazu verkosteten wir einen 2012er Monsieur Chardonnay DOC Piemonte, einen 2012er Vino Rosato Cascina Costigliole und einen 2011er Barberad´Asti DOCG Stella Stravisan, einen Brachetto  gab es zu der Nachspeise.


Dienstag, 7. Mai 2013

Ines Fehrmann:
Von einem Sonnenstrahl geweckt gab es das typisch italienische Frühstück -  bevor es mit pünktlicher Abfahrt ins Barolo Gebiet losging.
10 Uhr
Ankunft im verträumten Örtchen La Morra
kurzer Spaziergang zur Cantina Comunale La Morra
Fakten: Barolo ist DOCG Gebiet mit max. 8.000 kg/ha Ertrag (6933 Flaschen! á 0,75 l)
traditionell werden die Weine im 5.000 l Fass aus slawonischer Eiche ausgebaut – seit neuerem werden auch Barriques genutzt. Diese neuen modernen Barolo Weine sind schneller zugänglich und weicher als die traditionellen.
Im Barolo sind 1.700 ha mit Nebbiolo für die Baroloproduktion bestockt. La Morra hat einen Anteil von 30 % an der gesamten Barolo Produktion. Rebsorten im Anbau: Dolcetto, Barbera, Nebbiolo.
Die Cantina Comunale präsentiert alle 72 Weingüter aus La Morra. Weine der Mitgliedsbetriebe  bei Le Donne del Vino wurden verkostet.
La Morra selbst hat ca. 2.500 Einwohner – Partnerstadt ist Sulzburg in Deutschland.
In der Cantina haben wir folgende kleine feine Weinauswahl verköstigt:
1.    Renato Ratti 2012 Colombé Dolcetto d´ Alba DOC – eher modern, 8,50 €,  fruchtig, helle Säure am Gaumen, sehr guter Speisenbegleiter, jung zu trinken
2.    Oddero 2010 Barbera d ´Alba DOC Superiore – traditioneller Typ, 15 €, 8 Monate Holz, sehr dunkle Farbe, Veilchen, sanft, trinkreif, saftig
3.    Aurelio Settimo 2007 Barolo DOCG Rocchedell`Annunziata – traditioneller Stil, 32 €, typisch und erkennbar Barolo typisch, kräftig (www.aureliosettimo.com)
4.    Mauro Veglio 2008 Barolo DOCG Amorina – sehr moderner Stil, 32 €, fruchtig, Vanillepudding mit roter Grütze, Johannisbeere, Brombeeraromen
Im Anschluss gab es noch leckere Süßigkeiten zum Probieren und einkaufen. z.B. Torta di Nocciole. Nach dem Genuss des tollen Ausblicks von La Morra übers Barolo Gebiet ging es
11:15 Uhr wieder weiter:
die kurvenreiche Abfahrt von La Morra war gespickt mit Aussicht auf diverse Weingüter: Elio Altare, Mauro Veglio, Cordero di Montezemolo, Renato Ratti, Fontanafredda…...
vorbei an Hagelschutznetzen und querterassierten Weinbergen ging es nach Serralunga zum
Weingut Germano Ettore, wo wir von Elena und Sergio sehr herzlich empfangen wurden.
Beide bewirtschaften 17 ha gemeinsam. Bei einem kleinen Spaziergang über die Hügel: „Ceretta Hills“ sahen wir bereits weit ausgetriebenen Nebbiolo auf Kalk-Ton Böden auf 350 müNN in kompletter Südlage – bei Sonnenschein sehr angenehm.
Die Weinberge bestehen aus relativ kleinen Parzellen. Ein Faible von Elena und Sergio ist Riesling, weshalb sie in 2 Parzellen Riesling angepflanzt  haben. Die große Hitze bringt jedoch sehr opulente Rieslinge zustande. Zusätzlich haben die beiden Merlot gepflanzt – alles Neuigkeiten fürs Barolo Gebiet. Ein großes Hobby ist die Trüffelsuche... Die Strategie ist Fokus auf traditionelle Ausbauweise. Das Motto: „The winner is the empty bottle“ - womit die Stil (traditionell-modern)  Diskussion recht schnell beendet war.
Folgende Weine haben wir bei sehr leckeren typisch piemonteser Häppchen (fritataverde, Paprika, Wurst, Käse mit cugna ...) verkostet:
1.    2010 Nebbiolo Spumante meth. Champ., 15 €, lachsfarben, knackige Säure, „Rosanna“ sehr überraschend, erfrischend
2.    2011 Nascetta Langhe DOC – autochthone Rebsorte weiß – 12 €, sehr aromatisch, Scheureben ähnlich, weiße Stachelbeeren, sehr hell
3.    2010 Barbera d Alba DOC, 15 €, von 40 Jahre alten Stöcken, hohe Säure, wenig Tannine, 1 Jahr länger im Fass, „Vigna della Madre“, La Barbera – einzige weibliche Rebsorte, alle anderen EL – männlich
4.    2007 Barolo Ettore Germano, Cerretta, weiche Tannine, balsamische Note, sehr fein, kräutrig, intensiv, passt sehr gut zu den gereichten Häppchen ;-)
Insgesamt werden die Baroli als „Festtagsweine“ getrunken. Jedoch bei Zimmertemperatur von ca. 17 °C – nicht mehr! Bei dieser recht kühlen Serviertemperatur entfalten die Weine ein wundervolles Aroma!


Nadja Essig:
Weiter geht es zum Weingut von Chiara Boschis – Pira e Figli nach Barolo
Durch das Städtchen Barolo laufen wir zum Weingut. Herzlicher Empfang durch die kleine energiegeladene Frau, Chiara Boschis.

Sie sagt
über sich selbst
Ihr Gesicht steht für „freie Frauen“, da als sie zu lernen begonnen hatte, Frauen hinter dem Herd standen und nicht im Keller.
Obwohl sie aus einem Weingut stammt wollten ihre Eltern, dass sie Ökonomie studiert. Sie selbst war handwerklichem Arbeiten aber immer mehr verbunden.
Generationenkonflikt
Erkenntnis, dass Barolo zu steif ist. Daher eigene Versuche, mehr Frucht in Wein zu bekommen
Sie wollte lange eine besondere Frau sein, ist heute aber damit zufrieden, einfach zu sein wie sie ist.

über das Weingut
Der Wein wurde durch die Römer gebracht, ist Teil der Kultur und findet sich beim Essen, in der Religion und zum Vergnügen
Chiara macht alles selbst, wobei sie Unterstützung von ihrem Bruder und ihrer Familie bekommt, da das Weingut durch Flächenzukäufe knapp 8 ha verzeichnet.
Weingut wurde immer nachhaltig bewirtschaftet und ist seit 2011 zertifiziert. Die Zertifizierung ist teuer, wobei dadurch auch höhere Preise möglich sind.
Durch das biologische Arbeiten müssen alle anfallenden Arbeiten zeitnah erledigt werden.
Der Schatz des Weinguts ist das besondere Terroir, das vor 2-3 Mio. Jahren durch ein Korallenriff entstanden ist. Es ist calciumreich, was große und würzige Weine gibt. Die oberste Schicht ist Lehm. Das Terroir ist trotzdem von Ort zu Ort unterschiedlich.
Ihre Weine werden nicht geschönt oder filtriert und haben daher ein Depot
Jahresproduktion 35.000 Flaschen
Heute geht der Weinkonsum, auch durch strengere Polizeikontrollen, zurück. Deshalb hat sie ein hohes Qualitätsstreben.
Dolcetto, Barbera und Nebbiolo sind die wichtigsten Rebsorten.
Dolcetto und Barbera werden 1 Jahr nach der Lese verkauft. Die Nebbiolo braucht das beste Terroir und hat die längste Reifeperiode. Der daraus entstehende Barolo hat eine dreijährige Reifung. Wobei Chiara noch ein Jahr Flaschenreifung zusätzlich macht.
Im Keller spielt sie beim Holz mit neuen und alten, großen und kleinen Fässern. Früher wurden alte Fässer weggeworfen, dann war aber zu viel neues Holz da. Heute liegt der Anteil von neuem Holz bei 30%.
Keller ist 20 m unter der Erde, was gut für eine gleichmäßige Temperatur ist. Er ist 400m² groß und wurde 2012 fertig gestellt.
Gerade in der Gastronomie sollen trinkreife Weine zu finden sein, weshalb sie den Weinen noch Zeit auf der Flasche gibt, bevor sie in den Verkauf gehen.

Nur über die Straße gehen wir  nun zudem historischen Betrieb Marchesi di Barolo
Geschichte
Marchesi di Barolo geht auf die markgräfliche Familie Faletti di Barolo zurück. Der alte Keller wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von einer Französin entdeckt, die mit dem Marquis von Barolo verheiratet war. Sie brachte Öenologen und Barriques aus Frankreich mit und entschied sich für den Weingutsnamen „Barolo“. Namensgeber war also der Ort Barolo.Sie erkannte das Potential der Rebsorte Nebbiolo durch Ausbau und die lange Lagerung im Holz. Sie starb 1864. Heute führt Abbona Annamaria mit ihrem Mann Pietro Abbona den Familienbetrieb in 5. Generation.
Betrieb
Jahresproduktion: 1.500.000 Flaschen, wovon 300.000 Flaschen Barolo sind
50 ha gehören zum Familienbesitz und weitere Trauben aus etwa 100ha werden zugekauft,
zwei Standorte innerhalb Barolo. Im oberen Bau finden sich Vinothek, Restaurant und Weinausbau -im Unteren die Abfüllung und die Verwaltung. Eine 600m lange Plastikpipeline führt vom oberen in den unteren Bau quer durch das Dorf. Im Showroom lagern 35.000 Flaschen, sortiert nach Jahrgang. 1938 ist der älteste kaufbare JG für  2.000€
Alte Eichenfässer sind 150 Jahre alt, wurden 2003 „renoviert“ und werden wieder genutzt.
Außerdem wurden 1970 große Fässer für Alterung gekauft, mit einem Volumen von etwa 180 hl/Fass, aus slowenischer Eiche. Barriques sind aus französischer Eiche. Im Barriquelager natürliche Temperatur von 14-16 Grad. Versuche mit amerikanischer Eiche wurden abgebrochen, weil die Weine zu holzlastig wurden…
Im EG 350 frz. Barriques, Toastung medium, Verwendung max. 4 Jahre
Keller ist aus Stein gemacht. Die Steine werden 1x/ Woche mit Wasser genässt, um Feuchtigkeit und Verdunstungskälte in den Keller zu bekommen.
BSA im Betontank
Weißweine werden im Stahltank ausgebaut, Rotweine im Holz
Vermarktung von 70% im Export: USA, Deutschland, Skandinavien
Bordeauxflaschen = Trauben aus unterschiedlichen Weinbergen
schlanke Bordeauxflaschen = Einzellagen

Mit dem Bus geht es nun nach Bra zur
Cantina  Ascheri und  Osteria Murivecchi
Maria Cristina Ascheri ist Gründungsmitglied der ´Le Donne del Vino´ vor 25 Jahren. Ihre  Tochter Maria Teresa Ascheri führt die Osteria Murivecchi.
Weingut
etwa 40 ha, 220.000 Fl/Jahr
1959 wurde der Keller in Bra erbaut. Es gab eine Modernisierung, wodurch der Keller auch voll klimatisiert ist. Die Arbeiten wurden 2005 abgeschlossen.
Großer Fokus auf das Besondere im Wein. Jeder Wein erhält seine Authentizität durch den Önologen. Gemachte Wein werden nicht produziert.
90% der Produktion werden exportiert, nach Deutschland, dann UK und USA
nur slov. Eiche, da sie billiger als frz. Eiche ist und auch größere Fässer möglich sind.
bis 2002 wurden frz. Barriques verwendet.25% wird im Fass vergoren
Große Abfüllanlage, bei der 3.000 Flaschen pro Stunde möglich sind
Und bis zu 6.000 Flaschen pro Tag können komplett ausgestattet und verpackt werden
Osteria Murivecchi
Zum Abendessen treffen wir uns mit Mitgliedern der ´Le Donne del Vino´ in der Osteria.
Bei einem feinen Essen mit Auberginen in Olivenöl und Büffelmozarella, carnecruda,
Tomino mit Speck und Rosmarin, Kalbskotelett mit grünen Bohnen und Kartoffel und einem tollen Haselnussdessert konnten wir uns mit den Weinfrauen aus dem Piemont  in unterschiedlichsten Sprachen austauschen. Dazu gibt es Weine aus der Cantina Ascheri.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Petra Tröndle:
Ein weiterer traumhaft sonniger Tag im Piemont erwartet uns. Wir sind heute in Richtung  Alto Monferrato unterwegs und besuchen das Weingut Bersano in Nizza Montferrato , überwiegend bekannt für ihre Barbera Weine aber auch für ihre anderen Rebsorten.

Dort angekommen werden wir herzlichst von Carmen Pergola , seit 1991 Exportmanagerin des Weingutes, empfangen. Carmen führte uns zunächst in die Empfangshalle und erklärte uns anhand einem Wandbild die Geschichte und die Philosophie des Weingutes Bersano.
Arturo Bersano , Rechtsanwalt von Beruf, übernahm 1935 das Familienweingut. Das
berühmte Zitat von ihm : „ Wenn du gut trinken willst, dann kaufe dir einen Rebberg. „ hat er wahr gemacht und kaufte ein Landgut nach dem anderen und machte somit das Weingut zu einem der größten Privatbesitze des Piemonts mit heutigen 230 ha und einer Produktion von 2 Mio. Flaschen. Der Kauf des Landgutes Cremosino war wohl der bedeutendste , da der Vertrag mit Napoleon Bonaparte geschlossen wurde, der das Landgut als Sommerhaus nutzte. Die Orginalurkunde hängt im Museum der Familie Bersano. Arturo Bersano verstarb 1979, seine Frau Laura ist über 90 Jahre und lebt bis heute. Nach dem Tod Arturos wurde das Weingut 1985 an zwei gute Freunde der Familie ( Soave und Massimelli ) übergeben, die im Sinne der Bersanos` die Philosophie weiterleben.
Anschließend durften wir mit Carmen das Freilicht Bauernmuseum besichtigen, in dem landwirtschaftliche Geräte des Weinbaus ausgestellt sind, z.B. eine große erhaltene Presse mit der aus Holz die Trauben gepresst werden konnten aber ebenso mit Stein Haselnüsse gepresst wurden. Werkzeuge der Fassbinder und Hufschmiede, auch Haushalts bzw. Kochutensilien gehören ebenfalls zu der imposanten Ausstellung. Überwiegend ist das Museum eine Sammlung der Familie, dennoch hat z.B. auch die italienische Eisenbahn ein Oldtimermodell einer Eisenbahn, die ihre letzte Fahrt nach Nizza Montferrato 1970 hatte, in das Museum gestellt. Dies und ein Buch, geschrieben von den Universitäten Genova , Milano und Roma ist eine enorme Wertschätzung für das Museum und die Familie.
Trotz des sonnigen Wetters wollten wir natürlich den Keller besichtigen, der außergewöhnlich ganz oben im Gebäude war. Der Grund hierfür ist der Fluss Belbo , der in den Tanaro und dieser wiederum in den Po fließt. Dieses Flusssystem hat zu Überschwemmungen geführt und daher wurde 1964 entschieden die Weinfässer in den oberen Teil des Gebäudes zu verlagern.
Von 80% eigenen Trauben ( 20% werden eingekauft ) sind 60% Barbera und werden
überwiegend traditionell ausgebaut, d.h. in großen 4000 l -20.000 l Holzfässern von
slavonischer Eiche. Die 35-40 Jahre alten Fässer werden 2 Mal im Jahr komplett geleert um sie einem sieben verschiedenartigen Wäschegang zu unterziehen und sie somit zu säubern. Das Fass bleibt lediglich für einen Tag leer dann wird das Fass wieder mit dem Wein gefüllt und die natürliche Verdunstung wir ebenfalls immer wieder aufgefüllt. Alle zwei Jahre erhalten die Fässer zusätzlich ein sogenanntes Peeling , bei dem sie nochmals gründlicher gereinigt werden um Mufftöne auszuschalten. Ein kleinerer Teil der Weine wird modern ausgebaut, in Barrique-Fässern.
Nach der Kellerbesichtigung erwartete uns ein weiteres Highlight. Wir durften die Ausstellung des Familienmuseums, welches nicht öffentlich ist , sondern nur Besuchern gestattet ist, anschauen. Wertvolle Stücke , wie die Carra Siciliano ( ein Fluchtwagen zweier Liebende , deren Flucht mit der Ermordung endete ) , die „La Pomona“ ein Lehrbuch der Obstsortenkunde ( es gibt lediglich drei Exemplare weltweit ) oder auch eine Aufnahme von Maestro Raimondi gehören zu der beeindruckenden Sammlung.
Nun ging es zur Degustationshalle des Weingutes und wir verköstigten mit Roberto , dem technischen Leiter des Weingutes, fünf Weine:

2012 GavidelComune di Gavi DOCG
2012 Dolcettod’Alba DOP Coldelfosso
2010 BarberaD’Asti DOCG SuperioreCremosina
2008 BarberaD’Asti DOCG SuperioreNizzaGenerala
2008 Barolo DOCG Badarina

Nachdem alle unsere Einkäufe erledigt waren, verwöhnte uns das Team von Bersano mit einem unwahrscheinlichen großartigen Essen. Ein reichhaltiges Buffet mit Lasagne, Selleriesalat, Kalbsfleisch mit Thunfisch, Gemüsekuchen, Pizzateilchen, Tiramisu und noch vieles mehr füllten unsere Bäuche. Zum Essen standen uns zwei weitere Köstlichkeiten des Hauses zur Verfügung, ein Schaumwein mit 100% Pinot Noir und ein Moscato d’Asti . Nach dem Kaffee ging die Reise weiter.

Marina Becker:
Danach geht es zum Weingut Braida von Giacomo Bologna
Um ca. 14.00 Uhr treffen wir in Rochetta Tanaro, ebenfalls im Weinanbaugebiet Monferrrato gelegen, ein. Im legendären Weingut Braida heißen uns Carola und Beppe herzlich willkommen. Bevor es mit der Führung losgeht, erzählt uns Carola Meraviglia etwas über die Geschichte des Weinguts. Guiseppe Bologna hieß der Gründer. Sein Spitzname war „Braida“ – ein kleines Dorf in der Nähe des Flusses Tanao. Er vererbte seinem Sohn Giacomo - neben seinem Spitznamen - die Weinberge und die Liebe zur Heimat und zum Wein. Giacomo Bologna begann seine Tätigkeiten im Jahre 1960 und beschritt neue Wege im Umgang mit der Barbera-Traube. Er wagte den Ausbau in einer Methode, die damals in Italien noch weitgehend unbekannt war – in französischen Barrique-Fässern. Er glaubte an eine gute Qualität durch reduzierte Erträge, besaß Weinberge in sehr guter Lage und baute die Weine in  Eichenfässern aus. In den 80er Jahren wurde er plötzlich bekannt und erfolgreich mit dem „Bricco dell´ Uccellone“ – der sich weltweit zu einem Kultwein etablierte.
Giacomo starb im Jahre 1990, seine Frau Anna und die beiden Kinder Raffaella und Giuseppe setzten jedoch sein Werk fort, bestrebt die Barbera-Traube in den Stand einer Edelrebe zu erheben. Das Geschwisterpaar baut weiterhin heimische Rebsorten wie Barbera aus, widmet sich aber gleichzeitig weiteren piemontesischen Rebsorten, aus denen die Weine „Moscato“, Brachetto“ und „Grignolino‘“ entstehen  und anderen Rebsorten des internationalen Marktes wie Merlot, Pinot Nero und Cabernet Sauvignon, die sich zusammen mit Barbera im Cuvée „Il Bacialè“ wiederfinden. Neben den Rotweinen (in erster Linie Barbera) gibt es auch eine kleine Weißweinproduktion (Chardonnay und Nascetta).
Die Jahresproduktion beträgt heute 700.000 Flaschen. Das Weingut besitzt 50 ha eigene Weinberge in den Lagen RocchettaTanaro, Castelnuovo Calcea, Costigliole d´Asti, Mango d´Alba und Trezzo Tinella und ist bis heute, in dritter Generation, in Familienbesitz. Die Hälfte der verkauften Weine findet in Italien ihren Absatz, der andere Teil gelangt ins Ausland. Die Führung geht  durch die 1995 neu gebaute Kellerei. Hier stehen Edelstahltanks mit insgesamt 4000 hl Fassungsvermögen. Außerhalb des Hofes gibt es außerdem noch eine Lagermöglichkeit von weiteren 2000 hl. Die Barrique-Fässer befinden sich, wegen Überschwemmungsgefahr, nicht in einem Keller, sondern im Erdgeschoss (200 Fässer) und im klimatisierten Dachboden des Hauses (500 Fässer). Die Luftfeuchte beträgt dort 15% bei 18-20 C. Das ungewöhnliche Dachgebälk wurde nach piemontesischer Tradition gebaut. Ebenfalls unter dem Dach, stilvoll durch eine Glaswand vom Barrique-Lager getrennt, befindet sich der Verkostungsraum in dem wir einige Weine genießen.

1.     „Il Fiore“ 2012
Langhe Bianco D.O.C.
-    aus 70% Chardonnay und 30% Nascetta, schonend gekeltert, im Stahltank vergoren, Ausbau 4 Monate Stahl und 3 Monate Flaschenreifung,  strohgelbe Farbe, süffig, frisch und elegant, blumiges, aromatisches Bukett, mineralisch und komplex mit langem Nachhall
2.    „Il Bacialè“ 2011
MonferratoRosso D.O.C.
-    aus 60% Barbera, 20% Pinot Nero, 10% Cabernet Sauvignon, 10% Merlot,
die Weinbereitung erfolgt für die einzelnen Rebsorten separat, Gärung in Stahl, BSA in Holz, Ausbau in Holz- und in kleinen frz. Eichenfässern für 12 Monate, dann 6 Monate Flaschenreifung, rubinrot, würzig und warm, facettenreiche Aromen nach schwarzen Beeren, Pflaumen, Zimt und Pfeffer
3    „Bricco dell´ Uccellone“ 2008
Barberad´Asti D.O.C.G.
-    aus 100% Barbera, 20-tägige Maischegärung, 15 Monate in Barriques, 12 Monate Flaschenreifung, intensives Rubinrot, reicher Duft, Dichte, vorherrschende Noten von roten Früchten, Untertöne von Minze, Vanille und Lakritz, komplex, vollmundig mit kraftvoller Struktur
4    „Bricco della Bigotta“ 2005
Barberad´Asti D.O.C.G.
-    aus 100% Barbera, 20-tägige Maischegärung, 18 Monate in Barriques und ein Jahr Flaschenreifung, rubinrot mit violetten Reflexen, intensiv-anhaltender Duft,  Noten von Veilchen und Vanille, Aromen von reifen Pflaumen, Gewürzen und Röstnoten, samtig, vollmundig mit beachtlichem Körper

5    „Vigna senza nome“ 2012
Moscato d´Asti D.O.C.G.
-    aus Muscat blanc a petitgrain, Mazeration, Gärung mit Kohlensäurebildung im Drucktank, Stabilisierung durch Kühlung, Mikrofiltrierung, mehrwöchige Flaschenreifung, leuchtendes Strohgelb, reichhaltige Perlage, lieblich und erfrischend-fruchtig,  nach Orangenblüten und Rosen, nachhaltig
Raffaela Bologna kommt zur Verkostung dazu und erzählt etwas über sich und Ihren österreichischen Mann Norbert, der ebenfalls eine große Passion für Wein hegt. Beide verfolgen die „moderne Seite“ des Betriebes, sagt sie. Norbert ist Exportleiter des Betriebes, Raffaela betreut vor allem den Kellereivertrieb und die Kommerzialisierung der Weine. Raffaelas Bruder Guiseppe kümmert sich um den Weinbau und die Erzeugung, um Optimierung der Produktion und Qualitätssteigerung.
Das Familienunternehmen „Braida“ - ein Weingut der mutigen Innovationen und umfangreichen Investitionen, das von der Begeisterung für Wein lebt und sich als Wegbereiter für den Barbera d´Ast sieht.

Am Abend genießen wir unser Abschlussabendessen in Acqui Terme in der Enoteca La Curia. Dazu genießen wir korrespondierende Weine von  und mit Francesca Poggio sowie Patrizia und Michela Marenco.


Donnerstag, 9. Mai 2013

Susanne Rettenmaier:
letzter Tag und Heimkehr von unserer wunderschönen Piemont-Reise
Schon um 7 Uhr räumen wir die Koffer in den Bus, erst danach gibt es Frühstück.
Wir sitzen, pünktlich wie immer, um 8 Uhr im Bus und treten die Heimfahrt an.
Mit einem Rundblick über die Weinberge verabschieden wir uns vom Piemont, überqueren ein letztes Mal den Tanaro der später in den Po mündet.
Die Route führt uns durch die Po-Ebene, vorbei an unendlichen Reisfeldern mit der Stadt Vercelli. Hier ist der größte Umschlagplatz für Reis in Europa, Italien ist unter den ersten 10 der Exportländer von Reis.
In der Po-Ebene werden 8 verschiedene Reissorten angebaut, die bekanntesten sind Arborio, Carnaroli und Baldo alles Rundkornreis und natürlich für Risotto bestens geeignet. Hier wurde ein spezielle Bewässerungssystem, die Cavourkanäle geschaffen, die sich über die Provinzen Turin, Aosta, Vercelli, Alessandria, Novara und Pavia ziehen.
Wir fahren weiter durch das Aostatal, wieder durch den San Bernardino Tunnel bis nach Martigny. Hier gibt es ein wundervolles Picknick, welches die Vinissima-Heinzelmännchen vorbereitet haben. Nun begleitet uns die Rhone bis zum Genfer See, dem Lac Lémon, fantastisch diese Aussicht über den See.

Doch schon ist unsere letzte Station in Sicht, das Weingut der Marie Thérèse Chappaz in Fully, ihr Betrieb gilt als das Eliteweingut der Schweiz. Sie wurde schon oft ausgezeichnet unter anderem 2013 mit dem Wine Award.
Wir werden mit Autos auf 650 m Höhe mitten in die Weinberge gefahren, von hier hat man einen Traumblick über die Weinberge bis hinunter zum See.
Marie Thérèse ist eine sehr offene, sympathische Frau, ein temperamentvolles Energiebündel, die mit uns bei wunderschönem Sonnenschein eine Wanderung durch die steilen Lagen mit 150 m Höhenunterschied unternimmt.
Zwischen 400 und 800 m Höhe bewirtschaftet sie 10 ha Weinberge, auf separaten Parzellen die über mehrere Gemeinden verteilt sind. Das Klima ist tags mediterran, nachts alpenländisch, es gibt Granit, Gneis- und Lössboden.
Wir bekommen einen Eindruck über die komplizierte und nicht immer ungefährliche Bewirtschaftung der höher gelegenen Parzellen, deren Namen wie Combed‘enfer Höllenschlucht nicht von ungefähr kommt.
Seit 2000 arbeitet Marie Thérèse nach dem Prinzip des biodynamischen Anbaus. Wir werden auf unserer Wanderung von einem faszinierenden Ausblick, wild wachsenden Kräuter und Blumen die einen intensiven Duft verströmen, verwöhnt. Der Weg führt steil hinunter durch einen 90 Jahre alten Weinberg, über Begrünung, über Dinkelspelzen (die gegen Unkraut und für Bodenfeuchtigkeit eingesetzt werden) bis zum Weingut.
Leider ist die Zeit sehr kurz für die anschließende 8er Probe, wir erhalten aber einen Eindruck über das gesamte Spektrum der Walliser Weine. Wir probieren vom einfachen bodengeprägten Tischwein Fendant bis zu den autochthonen Rebsorten wie Petite Arvine, Marsanne hier Ermitage genannt, Humagne Rouge, Cornalin und Magnimrouge. Die Weine sind reintönig. kraftvoll und ausdrucksstark mit ausgeprägten Aromen. Den Abschluss der Probe macht ein Grain Noble, ein Süßwein aus Petite Arvine.
Zitat von Marie Thérèse: Die Magie des Weines wirkt erst dann, wenn in ihm eine Landschaft, ein Terroir, ein Klima und eine Rebsorte zum Ausdruck kommen, d.h. wenn er eine eigene Persönlichkeit besitzt.
Wir verabschieden uns von einer beeindruckenden Winzerin!
Mit leichter Gänsehaut, wegen des Schweizer Zolls, geht es über Bern in Richtung Heimat. Um 19:30 Uhr verabschieden wir uns in Binzen von den ersten Mitreisenden, am Fallerhof verlassen uns weitere Vinissimas und um halb elf sind wir glücklich wieder in Karlsruhe angekommen.


Bemerkenswert, unser Vinissima Vorstand Ulrike Lenhardt und Susanne Bürkle, Schatzmeisterin Evi Jenne, Stefanie Dreißigacker, Geschäftsstelle  und  Vertreterinnen der Regionalgruppen, Emmi Reitter –München,  Mari Lax-Hoffmann – NRW, Ines Fehrmann – Sachsen/ Saale- Unstrut, Christine Baumann – Pfalzteam, Dagmar Rückrich-Menger –Rheinhessen/Nahe und Corinna Schilling – Baden erkunden gemeinsam mit  Angelika Uhlig, Susanne Rettenmaier, Maria-Luise Hans, Susanne Hagin-Schneider, Sabine Ammon, Dorothea Braun-Ribbat, Helga Schnabel, Resi Englhart, Katja Schweder, Bärbel Baus, Marina Becker, Christa Jüngling, Heidi Oberhofer, Manuela Cambeis-Meyer, Hannelore Robichon, Nadja Essig, Hilke Marget, Petra Tröndle, Birgit Siegloch, Hildegard Spill, Ingeborg Landgraf, Trixi Bannert.
Es war eine wunderschöne Studienfahrt, herzlichen Dank an Evi Jenne und Gertrud Wegner-Kiß für die hervorragende Organisation mit Frau Anne van Roode vom Agrardienst Baden und  an unseren Busfahrer Herrn Thurm, Busunternehmen Stiefvater.

 

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